Rasen statt Rosen und provinzielles Denken im Rathaus

Eine Mitteilung der Stadtverwaltung Leipzig, dass im Schönefelder Mariannenpark Rosenrabatten in Rasenflächen umgewandelt werden sollen, hat Anfang März für einige Aufregung gesorgt. Ich habe deshalb eine Anfrage an den Oberbürgermeister eingereicht, die heute schriftlich beantwortet wurde. Die Antwort lässt mich einigermaßen sprachlos zurück.

Fassen wir zusammen: Es gab ein „Fachgespräch“ und man hat „Prioritäten“ gesetzt. Die Prioritäten lauten „Rasen statt Rosen“. Begründet wird das Ganze pflegetechnisch und finanziell. Die Stadtreinigung rodet Rosenbeete und weiß nicht einmal, um wieviele Pflanzen es sich tatsächlich gehandelt hat. Und das alles  geschieht nur, um einmalig 30.000 Euro sowie einen jährlichen Pflegeaufwand von 5000 Euro zu sparen.

Wie sagte Manfred Rommel: „Provinz ist keine Landschaft, sondern ein Zustand.“ Und ich ergänze: Wer richtig provinzielles Denken kennenlernen will, wählt die Nummer vom Dezernat Umwelt, Ordnung und Sport der Stadt Leipzig und fragt nach, ob man dort noch alle Rosen auf dem Beet hat.

Und ich überlege derweil einen Ratsantrag zu schreiben, mit dem Ziel, die Rosenrabatte am Eingang zum Mariannenpark wieder herzustellen. Und ja, auch das ist provinziell. Ich dachte bisher nicht, dass man wegen eines Rosenbeetes den Stadtrat beschäftigen muss.

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4 Kommentare

  1. Wir Schönefelder sind ja vom Stadtrat allerhand gewohnt, aber das ist ja wohl die Höhe! Die Stadtregierung sollte umbenannt werden von Rat der Stadt Leipzig in Rat der City Leipzig. Man merkt wieder einmal, dass am falschen Ende gespart wird! Und es wird nicht nur sinnlos gespart, das Kleinod „Mariannenpark“ wird verhunzt!

  2. Ansbert

    Ich möchte darauf hinweisen, dass es meistens der Stadtrat ist, der Schönefelder Interessen gegen die Stadtverwaltung vertritt und durchsetzt…

    • Sorry. Da habe ich mich geirrt und möchte mich entschuldigen.
      Neuer Text:
      Wir Schönefelder sind ja von der Stadtverwaltung allerhand gewohnt, aber das ist ja wohl die Höhe! Die Stadt verwaltung regiert wie es aussieht nicht die Stadt Leipzig, sondern nur die City und sollte einen neuen Namen erhalten. Nicht mehr Stadtverwaltung Leipzig, sondern Verwaltung der Leipziger City.

      Man merkt wieder einmal, dass am falschen Ende gespart wird! Und es wird nicht nur sinnlos gespart, das Kleinod „Mariannenpark“ wird verhunzt!

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